Texte zu Musik formen

Es gab in mir nicht nur diesen einen Traum des selbst Schreibens, seitdem ich lesen kann. Ich bin mit Musik aufgewachsen und hatte schon sehr früh damit begonnen, mir eigene Musik auszudenken. Woran ich jedoch scheiterte, war die Unkenntnis von Notenlese und -schreiben, sowie der völligen Unfähigkeit, ein Musikinstrument spielen zu lernen. Da geht es mir wie mit dem Tanzen. Immer neue Versuche, immer neues Scheitern.

Doch dann kam eines Tages mit dem Zeitalter der Computer die Software „Dance eJay“ auf den Markt und in meine Hände. Erste Versuche des Zusammenstellens einzelner Passagen und Instrumente führten zu „Hits im Freundeskreis“. Da zu dieser Zeit jedoch niemand mehr in Discotheken und Clubs ging, um dort einem DJ eine CD mit meiner Musik in die Hand zu drücken, verschwanden die ersten Versuche wieder in den Tiefen der Festplatten.

Die Software entwickelte sich, ich entwickelte mich, irgendwann kamen wir wieder zusammen. Zwischendurch lernte ich Musiker kennen, die mit meinen Texten nichts anfangen konnten, weil sie kein Versmaß hatten, sprachlich nicht in eine Melodie passten oder nicht ins Programm oder in die Zeit.

Aktuell passte es bei mir, ich bearbeitete einige alte Texte und siehe da, es gab mithilfe neuer Software, neuen Samplingmethoden und vielen Befehlen bis zur letzten Feineinstellung die „neue Musik aus alten Texten. Es folgen nun einige Beispiele, die selbstverständlich auf das „viral gehen“ warten. Man(n) gönnt sich ja sonst nichts.

Viele meiner eher lyrisch gedachten Texte sollten nicht nur gelesen, sondern auch mit Musik vorgetragen werden. Dieser Wunsch und die ersten Handlungen mit Software und am Rechner entstanden bereits 1997. Erschaffen wurde damals der Song „Colorful World“, gefolgt von weiteren und leider inzwischen verloren gegangenen „Hits im Hinterzimmer“.
Dank des Fortschritts in meiner texterischen Fortbildung und Weiterentwicklung verschiedener Software gab es hin und wieder neue Songs auf der Basis meiner in das Versmaß umgeschriebenen Texte.
Ich arbeite aktuell daran, die Noten zu diesen und weiteren Songs auszuarbeiten. Die notwendigen rechtlichen Hinweise und den nüchternen Hintergrund gibt es HIER nachzulesen.

„Colorful World“ basiert auf dem einfachen Text „Kiss me under the rainbow“ aus dem Jahr 1989. Ein damals noch sehr holperiger Text, umgeschrieben 2024 und dann als Songprojekt in die Welt entlassen.

„Mein letzter Tag“ ist der in ein Lied umgeschriebene Text „Heute ist mein letzter Tag“. Diese Geschichte lese ich traditionell am Ende meiner Lesungen, um mein Publikum sanft und fröhlich mitsamt ihrem unweigerlich folgenden Beifall heimwärts zu entlassen. Das Lied ist mir wuchtiger gelungen, als ich je gehofft hatte. Und ich habe mich zugunsten einer weiblichen Stimme tatsächlich gegen eine rauchige Männerstimme entschieden. Doch die kommt nun, keine Sorge.

„Friends Of My Life“ ist ganz frisch aus 2026 und eine Hymne an die Freunde meiner Kindheit und Jugend. Der Text spricht für sich und ja, ich vermisse sie, diese kleine Familie aus der Not geboren.

„Nur?“ ist das Ergebnis einer kleinen Liebesgeschichte mit dem Titel „Nur“ aus dem allerersten Buch, das ich noch selbst in einer kleinen Druckerei drucken ließ.

Und wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, wie sich die Geschichte um mein Leben und meinen Körper zugetragen hat, hören Sie gern hin und singen Sie gern mit. Wichtig ist es am Ende doch, sich nicht allzu ernst zu nehmen. Solidaritätsbekunden sind willkommen.

Liedtext:
1959 – kalter Wind, heißer Wein
Irgendwo dazwischen… sollte ich sein

Werkstatt läuft, kein Blick zurück
Gott baut Leben Stück für Stück
Arme, Beine, Herz und Haut
Alles wird hier schnell gebaut
Seelen warten, eingepackt
Bis der erste Atem knackt

Kurz vor Weihnacht, Zeit wird knapp
Jeder Handgriff sitzt im Takt
Doch am Ende bleibt noch was
Keiner weiß so recht, wie das passt
Teile wild, nicht schön sortiert
Doch ein Kopf, der funktioniert

„Hey Chef, was machen wir damit?“
„Sieht nicht aus wie’n großer Hit…“

Und Gott sagt: „Komm, wir seh’n mal zu
Schick ihn runter – Augen zu
Aus dem Chaos, laut und wild
Wird vielleicht ein neues Bild!“
Kein Entwurf, kein Meisterplan
Nur ein Fehler… der was kann
Und ich schrei in diese Welt hinein:
Ich bin genau so – und das bleibt leider mein!

Zusammengebaut, rausgeschickt
Keiner, der das ganz durchblickt
Zu viel Ecken, zu viel Krach
Doch genau das macht mich wach
Nicht perfekt und nie geschniegelt
Doch ich hab mein Ding besiegelt

Vielleicht war’s nie perfekt gedacht
Vielleicht hat grad das mich gemacht
Kein System, das mich verbiegt
Weil in mir noch Freiheit liegt
Und wenn ich fall, dann fall ich echt
Kein Plan – doch auch kein Fake-Gefecht!

Und Gott sagt: „Komm, wir seh’n mal zu
Schick ihn runter – Augen zu
Aus dem Chaos, laut und wild
Wird vielleicht ein neues Bild!“
Kein Entwurf, kein Meisterplan
Nur ein Fehler… der was kann
Und ich schrei in diese Welt hinein:
Ich bin genau so – und das bleibt leider mein!

Ein Haufen Teile, nie geschniegelt
Doch ich hab mein Ich besiegelt
Was daraus wird? – Ich leb es laut:
Ich bin der Fehler, der sich traut.

Und Gott sagt: „Komm, wir seh’n mal zu
Schick ihn runter – Augen zu
Aus dem Chaos, laut und wild
Wird vielleicht ein neues Bild!“
Kein Entwurf, kein Meisterplan
Nur ein Fehler… der was kann!

Hörvergnügen

Der größte Zauber von allen liegt jedoch darin, meine Geschichten zu hören. Sie sind mit den Jahren des Wachsens von Lese- zu Hörgeschichten geworden. Die einhellige Meinung meines verehrten Publikums ist die, dass man noch so viel von mir gelesen haben kann, das Hörerlebnis live ist eine echte Bereicherung. Die hier zu hörenden „Studioaufnahmen“ bieten auch dazu nur einen kleinen Vorgeschmack auf das Live-Erlebnis.

Hören Sie nachfolgend und der Saison entsprechend einige, sagen wir mal weihnachtliche, Worte.



Ab zum Chef
Die etwas anders eskalierende Weihnachtsgeschichte



Letzte Weihnachten
Eines der ganz sicher zukünftigen Weihnachten, wenn das so weiter geht …



Rassisten-Weihnacht
Manchmal kann auch Rassismus jemand Unerwartetes treffen.



Ich gebe es zu, ich kann aber auch ganz anders. Manche meiner Geschichten haben ihren Ursprung in wahren Erlebnissen. Ob es meine sind oder die anderer Mitmenschen sei dahin gestellt. Wenn Sie mögen, hören Sie gern die nachfolgende kleine Mischung aus Romantischem, Kriminellem und dann doch vielleicht auch mal eskalierendem Alltagsgeschehen.

Jugendliebe
Wie sagte einst ein Zuhörer? Ein Buchstabe verändert die komplette Sichtweise.

Eine große Ehre ist und war mir die Zusammenarbeit mit dem großartigen Narratu. Das Ergebnis ist eine CD als Hörereignis, dass so unvergleichlich grandios ist, dass diese Scheiben wie Blei in den Regalen liegen geblieben sind. Vermutlich nur deshalb, weil man sie vor lauter Ehrfurcht nur bewundern und keineswegs nach dem Preis fragen mochte. Der im Übrigen mit 9,90 € zugegeben unverschämt hoch angesetzt war.

Doch hören Sie nun meine Kurzgeschichte „Lustvoll“, wunderbar aufbereitet und gesprochen von Narratu.

Lustvoll
Knie nieder!



Eine der schönsten Geschichten, die ein wenig mystisch erscheint, beschreibt den langen Weg zweier Menschen, entstehend aus einer Zufallsbegegnung. Oder war es eine Fügung? Basierend auf wahren Ereignissen, hat hier der unglaubliche Narratu erneut aus meiner Geschichte ein ganz besonderes Hörerlebnis geschaffen. Sie spielt, man ahnt es, an einem Freitag dem 13. Dezember fast unmittelbar vor Weihnachten. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie

Begegnungen
Zug um Zug

Die ganze CD mit insgesamt 13 Hörerlebnissen gibt es nur bei mir auf Anfrage.